Das Fahrrad ist in der Verfassung!

Mit 73,6% der Stimmen stimmten die Schweizer zu, das Fahrrad in die Bundesverfassung aufzunehmen. Die französischsprachige Schweiz war die leidenschaftlichste, wobei die Vaudois mit 86,3% der Bevölkerung den ersten Platz einnahmen. Genf folgt mit 83,1% vor Neuenburg (82,3%) und Jura (81,6%). Die Unterstützung erreichte 76,3% in Freiburg, 74,4% im Wallis und 72,2% in Bern.

Pressemitteilung von Pro Velo Schweiz:

Geschafft: Nun müssen Taten folgen

Die Velowege kommen in die Bundesverfassung. Volk und Stände haben heute den Bundesbeschluss Velo mit klarer Mehrheit angenommen. „Dies ist ein wichtiger Entscheid zugunsten aller Verkehrsteilnehmenden und ein Schritt vorwärts für die Mobilität in der Schweiz. Nun muss der Volkswille umgesetzt werden“, sagt Nationalrat Matthias Aebischer, Präsident von Pro Velo Schweiz.

Pro Velo ist sehr erfreut über den klaren Ausgang der heutigen Abstimmung. Volk und Stände sind dem Bundesrat und dem Parlament gefolgt. Beim Bundesbeschluss Velo handelt es sich um eine ausgewogene Vorlage und um eine längst fällige Ergänzung der Bundesverfassung: Die Velowege hätten eigentlich bereits in den 1970er Jahren zusammen mit den Fuss- und Wanderwegen in die Verfassung aufgenommen werden sollen. Ebenfalls sehr erfreulich ist die Tatsache, dass der Bundesbeschluss Velo von einer sehr breiten Allianz getragen wurde. Dies bietet ausgezeichnete Voraussetzungen für die Weiterentwicklung der Schweizerischen Mobilitätspolitik.

Nun müssen Taten folgen 
Pro Velo fordert den Bund nun auf, die Kantone bei der Konzipierung und Realisierung von lückenlosen Velowegnetzen in die Pflicht zu nehmen. In 10 Jahren sollen alle Kantone über entsprechende Richt- oder Sachpläne verfügen. Hierzu sollen alle Stände entsprechende Fachstellen schaffen.  Pro Velo lädt den Bund zudem ein, eine Strategie zu entwickeln, wie das Velofahren in der Schweiz gefördert werden kann. Mehrere europäische Länder wie die Niederlande (Tour de Force 2020), Deutschland (Nationaler Radverkehrsplan), Dänemark (Denmark, on your bike!) oder Frankreich (Plan vélo et mobilité active) verfügen bereits über eine derartige Gesamtstrategie. Das vom Bundesamt für Strassen erarbeitete Leitbild Langsamverkehr aus dem Jahre 2000 soll hierzu Grundlage sein.

Höherer Stellenwert für das Velo 
Pro Velo erwartet von den kommunalen und kantonalen Behörden, dass sie in Planungs- und Bauverfahren den Velowegen denselben Stellenwert einräumen wie anderen in der Verfassung verankerten Gütern. Zu erwähnen sind etwa der Natur- und Umweltschutz, die Fuss- und Wanderwege sowie die Behindertengleichstellung. In der Güterabwägung müssen die Behörden und Gerichte die Veloinfrastruktur gleichwertig in Betracht ziehen.

 

Abstimmung Velo

Bundesbeschluss Velo

Die Velo-Initiative wurde zugunsten des vom Bundesrat und Parlament entworfenen Bundesbeschlusses Velo zurückgezogen. Wie die Initiative hat der Bundesbeschluss zum Ziel, das Velofahren in der Bundesverfassung zu verankern und dem Wandern und dem zu Fuss gehen gleichzustellen. Die Kantone sollen weiterhin zuständig sein und sich auf übergeordnete Vorgaben abstützen, um das Velofahren einheitlich und über Gemeinde- und Kantonsgrenzen hinweg zu fördern.

Der Bundesbeschluss Velo ist die Antwort auf eine Volksinitiative

Die notwendigen 100’000 Unterschriften für die im Jahre 2015 lancierte Velo-Initiative wurden in nur 9 Monaten gesammelt. Dies zeigt, wie wichtig das Thema Velo der Schweizer Bevölkerung ist. 2016 reagierte der Bundesrat mit einem direkten Gegenentwurf auf die Initiative. Dieser wurde in der Vernehmlassung und später vom Parlament weitgehend unterstützt. Da der Gegenentwurf die Kernanliegen der Initiative aufnimmt, wurde letztere im März 2018 zurückgezogen. Die Volksabstimmung findet am 23. September 2018 statt.

Link auf die Webseite zur Abstimmung: bundesbeschlussvelo-ja.ch 

Bundesbeschluss Velo auf der Website der Bundesverwaltung: Initiativ-Text, Gegenentwurf, Vernehmlassung, Bericht etc.

 

Chonologie 

April 2018: Der Bundesrat legt den Abstimmungstermin für den „Bundesbeschluss Velo“ fest: es ist der 23. September 2018.
22. März 2018: Die Initiative wird vom Trägerverein offiziell zurückgezogen. Die Initianten unterstützen zukünftig den Bundesbeschluss Velo.
13. März 2018: Der direkte Gegenvorschlag wird von Nationalrat und Ständerat an der Schlussabstimmung der Frühlingssession klar gutgeheissen. Die Volksabstimmung über die Veloförderung findet im Herbst statt.
1. März 2018: Der Nationalrat stimmt dem Gegenvorschlag zur Velo-Initiative mit 120 zu 67 Stimmen zu.
Januar 2018: Die KVF-N (Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Nationalrats) unterstützt den Gegenvorschlag des Bundesrates und lehnt die Initiative ab.
November 2017: Der Ständerat stimmt dem Gegenvorschlag zur Velo-Initiative mit 35 zu 5 Stimmen zu.
Oktober 2017: Die KVF-S (Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Ständerates) unterstützt den Gegenvorschlag des Bundesrates und lehnt die Initiative ab.
August 2017: Der Bundesrat verabschiedet den direkten Gegenentwurf zur Initiative.
Januar 2017: Der Bundesrat kommentiert die mehrheitlich positiven Rückmeldungen zur Vernehmlassung und stellt seine Botschaft ans Parlament für September 2017 in Aussicht.
November 2016: Die Vernehmlassung zum Gegenvorschlag des Bundesrates geht zu Ende.
Juni 2016: Der Bundesrat entscheidet sich für die Ausarbeitung eines Gegenvorschlags.
März 2016: Die Initiative wird mit 105’234 Unterschriften für gültig erklärt.
März 2016: Einreichung der Unterschriften.
Oktober 2015: Die ersten 100’000 Unterschriften sind gesammelt.
März 2015: Lancierung der Initiative – die Unterschriftensammlung beginnt.

Velobörse 2018

Velobörse 2018 in Visp

Pro Velo Wallis organisiert dieses Jahr auch in Visp eine Velobörse. Jeder Fahrradliebhaber kann am 28. April 2018 um 14 Uhr im Rahmen der Neuwagenausstellung auf dem Parkplatz Pulverturm bei der Litternahalle sein Fahrrad zum Verkauf bringen. Zwischen 15 Uhr und 17 Uhr findet dann der Verkauf statt. Ein Fest des Fahrrads und des Sports, wo Gross und Klein willkommen sind!

 

DEFI VELO – Den Jugendlichen die Lust aufs Velofahren wieder geben!

Zweimal weniger Jugendliche fahren heutzutage Velo als noch in den neunziger Jahren. Unterstützt von Pro Velo und Labelvert versucht dieser Wettbewerb zwischen Schulen diesen Trend umzukehren und die 15-20 Jährigen aufs Velo zu bringen, durch Spiel und Beteiligung.

An bestimmten Daten organisiert Defi Velo eine „Quali “ für die Sekundarklassen. Begleitet von Lehrern stellen sich die Schüler mehreren Herausforderungen: Verkehrssicherheit, Wendigkeit, Mechanik und Velokultur. Die Klassen versuchen an jedem Posten so viel Punkte wie möglich zu sammeln um sich für das interkantonale Finale im Juni zu qualifizieren.

Die Lehrer und deren interessierten Klassen können hier teilnehmen.

Operation Licht 2017 – Freiwillige gesucht!

Am kommenden 16. November organisiert Pro Velo Wallis eine Sensibilisierungskampagne für die Velofahrer um sie darauf aufmerksam zu machen, auf der Strasse stets sichtbar zu sein.

Wir suchen dazu Freiwillige um mit uns jegliche Fahrradfahrer auf der Strasse anzugehen.

Treffpunkt: Donnerstag 16. November um 17 Uhr am Bahnhof Sitten (Dauer: ung. 2h. Für mehr Infos hier klicken).

Prix Velostädte – Im Wallis handeln!

Zurzeit erlaubt das spärliche Mitmachen der walliser Städten nicht, in der Rangliste aufzutauchen. Mobilisieren wir auch, teilen wir diesen Link, handeln wir damit die Situation des Radsports im Wallis besser wird und gegnüber anderen Kanton dementsprechend auch annerkennt wird!
Umfrage

Worum geht es beim PRIX Velostädte?

Rückmeldungen von der Strasse 
Städte und Gemeinden erhalten ein Echo über die Wirkung ihrer Arbeit, und zwar von den Velofahrenden selber, ohne eine eigene Befragung durchführen zu müssen. Die Verantwortlichen in Verwaltung und Politik können die Ergebnisse auswerten und ihre Schlüsse daraus ziehen. Die Resultate werden im Frühling 2018 publiziert und die Schweizer Velostadt erhält ihr Zertifikat im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung.

Velofahrende Experten 
Sie als Alltags-Velofahrerin und -Velofahrer sind Expertin/ Experte in Sachen Velo in Ihrer Gemeinde. Sie haben die Gelegenheit, Ihre persönliche Meinung kund zu tun. Nehmen Sie sich 10 Minuten Zeit und beantworten Sie die rund 30 Fragen zu der Stadt, in der Sie regelmässig mit dem Velo unterwegs sind. Sie können auch mehrere Fragebogen für mehrere Gemeinden ausfüllen.

Teilnehmen und einen Preis gewinnen
Alle bis am 30. November 2017 ausgefüllten Fragebogen nehmen an der Verlosung von zahlreichen Preisen teil. Viel Glück und gute Fahrt!

Das Wallis, ein Veloparadies? Ein aufkommender Trend, der noch in Taten umzusetzen ist.

 

Am Mittwoch fand die Generalversammlung des Vereins PRO VELO Wallis in Sitten statt. Eine Gelegenheit, die Aktualität rund um diesen militanten Verein zu besprechen und den allgemeinen Status des Fahrrads im Wallis zu untersuchen.

 

Die Bilanz des Geschäftsjahres 2016 ist für PRO VELO Wallis zufriedenstellend, nicht zuletzt dank der verschiedenen erfolgreichen Aktionen (Parkplatzaktion, Velounterricht, Velobörse, …). Um seinem Leitmotiv treu zu bleiben, ist durch die Generalversammlung eine neue Struktur angenommen worden, und zwar ein durch drei Projektführer (Ereignisse, Bildung/Unterricht und Einrichtungen) verstärktes Komitee und ein Koordinator, dessen Aufgabe darin besteht, die verschiedenen Regionen zu vertreten.  Dadurch bestätigt der Verein sein Anliegen, seine regionale Verankerung auszubauen, darunter auch im Chablais und Oberwallis.

 

PRO VELO Wallis begrüßt die vom Staat Wallis und von Valais / Wallis Promotion getroffenen jüngsten Initiativen in Sachen Entwicklung und Unterstützung des Fahrrads im Kanton. Dennoch möchte der Verein, dass diese Absichten auch verstärkt in die Tat umgesetzt werden, vor allem im Bereich der Infrastrukturen, um das Zusammenleben der verschiedenen Fortbewegungsmittel erleichtern und gewährleisten zu können.

 

Die Versammlung nutzte ebenfalls die Gelegenheit, über die vier Kantonspolizeien und die Werbekampagne der SUVA zu diskutieren. Durch letztere fühlten sich die Fahrradfahrer schlecht gemacht, obwohl die große Mehrheit unter ihnen täglich Velo fährt und die Regeln und die anderen Benutzer respektiert. Die anwesenden Velofahrer haben von ihren Erfahrungen erzählen können, darunter z.B. von der durch mangelnde oder unangemessene Einrichtungen entstandenen Unsicherheit, oder auch von unzulässigem Verhalten von Autofahrern (beim Autofahren telefonieren, auf Radwegen parkieren, …).

 

PRO VELO Wallis ist davon überzeugt, dass die Entwicklung des Fahrrads als Fortbewegungsmittel eine der Antworten auf die Herausforderung der immer zunehmenderen Mobilität ist und wird sich in Zukunft weiter dafür einsetzen, dass die Radwege nicht mehr für wildes Parkieren benutzt werden, dass die an den Ampeln installierten Wartezonen von den Autofahrern respektiert werden und dass das gefährliche und unerlaubte Benehmen den Velofahrern gegenüber bestraft wird. In diesem Sinn ruft der Verein alle Velofahrer auf, ihn bei gefährlich erlebten Situationen unbedingt zu kontaktieren, damit die legitimen Forderungen der Benutzer weitergeleitet und unterstützt werden können.